
Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.
Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.
Wäre er nicht auferstanden … Dann könnte ich diesen Beitrag zum Gemeindebrief so gar nicht schreiben, weil alles sonst keinen Sinn mehr hätte, nämlich auch das Warten auf Jesus. Darauf, dass er wiederkommt und uns in den Himmel holt.
Ich habe da zwei Verse und die folgenden Texte: Lukas 12,35ff und 1. Petrus 1,13ff. Die älteren Bibelübersetzungen lassen uns zuerst lesen: „Lasst eure Lenden umgürtet sein…" und „Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts…".
Jesus und Petrus gebrauchen dieses Sprachbild mit einer wichtigen Absicht. Es stellt den Bezug zum Auszug der Israeliten aus Ägypten her. Dort wurde Israel unterdrückt und misshandelt; aber Jahwe hatte den Weg frei gemacht. Die Israeliten sollten das Passahmahl gerüstet zum Abmarsch einnehmen. Dabei befahl Jahwe u. a. „Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein…" (2. Mose 12,11). Gemeint ist, dass das lange Obergewand mit einem Gürtel so gestrafft und gerafft wird, dass es beim längeren und zügigen Gehen nicht hinderlich wird.
Jesus und Petrus fordern ihre Hörer und Leser auf, bereit zum Aufbruch zu sein und auf den Herrn – das ist Jesus selbst – zu warten. Wir hier im ruhigen und reichen Deutschland tun uns manchmal schwer mit dem Gedanken, alles hier zu verlassen, um etwas Besseres zu bekommen. Aber gerade das sollen wir im Fokus haben! Jesus wird wiederkommen und wird alle, die an Ihn glauben und auf Ihn warten, mitnehmen in den Himmel, wo alles neu gemacht wurde.
Aber bis dahin gilt: Lichter brennen lassen, nüchtern sein. Wir sollen so leben, dass andere unseren Lebensstil als „gute Werke" wahrnehmen und Gott dafür loben (Matth. 5,16). „Nüchtern sein" ist etwas schwerer in seiner Bedeutungstiefe zu erfassen. Petrus erklärt, wir sollen unsere Hoffnung auf die Gnade setzen, und etwas später fordert er noch zum Gebet auf (1. Petrus 4,7). Es umfasst auch die Erkenntnis, dass Christsein mit Anfechtung und Anfeindung verbunden ist. Wir sind auf Gottes Vergebung, seine Hilfe und seinen Schutz ständig angewiesen; aber wir bekommen das auch, wenn wir uns zu ihm halten und ihn bitten – beten.
Jesus gewährt uns einen wunderschönen Einblick in den Himmel: „Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen." Dieses Motiv des gedeckten Tisches steht in der Bibel immer für Wohlleben, Versorgung, Heilung und auch für die Tischgemeinschaft, also für eine geheilte und damit intakte Beziehung. In der hebräischen Sprache ist das der „Shalom".
Jesus, der Herr und König, dient seinen Knechten. Das ist kein Bild – das meint er genauso … und mir fehlen die Worte. Was für eine Liebe kommt uns da entgegen! Was für eine unbegreifliche Wertschätzung zu dem ganzen Heil, das uns verheißen ist! Den Himmel können wir uns gar nicht schön genug vorstellen. Wir sollen und dürfen aber immer wieder an den Himmel denken, wo wir mit dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist vereint sein werden.
„Gedanken zum Monat" heißt diese Rubrik. Ich möchte eure Gedanken gern himmelwärts lenken, und wenn das über den April hinaus für den Rest eures Lebens gelingt, dann freue ich mich. Diese großartige Ewigkeitshoffnung hätten wir eben nicht, wenn Jesus nicht auferstanden wäre. Seine Auferstehung verbürgt unsere Auferstehung und unser neues Dasein im neuen Himmel auf der neuen Erde.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihnen hier einiges fremd oder zu hoch erscheint, weil Sie vielleicht ganz neu im Glauben sind oder noch suchend, lade ich herzlich ein, einfach nachzufragen. Wer mich vielleicht sogar persönlich ansprechen möchte, braucht nur in der Gemeinde nachzufragen – da gibt es einige, die mich kennen.
Wer das Thema darüber hinaus noch vertiefen und sich weitere Gedanken machen möchte, kann folgende Stellen nachsehen: 1. Thessalonicher 4,13 bis 5,10; 2. Petrus 3; Jakobus 5,7+8; Philipper 3,20+21; Offenbarung 21 und 22,20+21; 1. Korinther 15,12–22; 1. Petrus 1,3–9.
Also, wartet auf Jesus! Maranata.